„Der heutige Besuch bei der Daimler AG im Werk Untertürkheim hat eindrucksvoll gezeigt, wie weit die Forschung und Entwicklung heute schon beim automatisierten Fahren ist. Jetzt ist die Politik gefordert, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Entwicklungsvorsprung und die Technologieführerschaft in diesem zukunftsweisenden Bereich müssen in Baden-Württemberg bleiben,“ so der Fraktionsvorsitzende Guido Wolf MdL am Dienstag, 8. Dezember 2015, nach einem Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstand Konzernforschung & Mercedes-Benz Car Entwicklung und Eckart von Klaeden, Leiter External Affairs, in Begleitung der Landtagsabgeordneten Nicole Razavi und Paul Nemeth.

Neben der Zukunft des Autofahrens wurde aber auch das Thema des Verkehrsproblems angesprochen, das sich die Mitarbeiter von Daimler mit Tausenden anderen Berufspendlern auf dem Weg nach Stuttgart teilen. So betonte Paul Nemeth, dass die ganze Region vom Automobil geprägt sei, sowohl auf den Straßen, als auch in der Wirtschaft: „In Stuttgart gehört Stau zum täglichen Stadtbild. Dabei sind in der Region gleichzeitig zahlreiche Unternehmen aus der Automobil- und Technologiebranche ansässig, um etwas zur Lösung beizutragen. Wir sind hier doch ein Silicon Valley des Automobils.“

Daneben wurden im Rahmen des Gespräches auch die aktuellen serienmäßig verbauten Fahrassistenzsysteme näher beleuchtet. Insbesondere die Demonstration der Lenk- und Notbrems-Assistenten auf der Teststrecke im Werk machte deutlich, wie die Verkehrssicherheit im Alltag durch solche Systeme erhöht werden kann.

„Die Digitalisierung greift in allen Lebensbereichen um sich. Wie Daimler heute gezeigt hat, sind hier enorme Potentiale vorhanden, um die Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr zu verbessern und der Vision Zero, also einem Straßenverkehr ohne Verkehrstote, wieder einen Schritt näher zu kommen“, sagte Wolf.

„Wir sind daran interessiert, dass Innovation und Fortschritt von der Politik beflügelt und nicht gebremst wird. Es ist ein Glück für Sindelfingen, dass Produktion, Forschung und Entwicklung an einem Standort gebündelt werden“, so Nemeth abschließend.