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In sozialen Netzwerken, Smart Home oder Fahrassistenzsystemen genauso wie in der Medizin ist Künstliche Intelligenz (KI) schon heute nicht mehr wegzudenken. Doch die Einsatzgebiete KI-basierter Lösungsansätze sind vielfältig und entwickeln sich rasant fort. Aus diesem Grund hat die CDU-Landtagsfraktion im Rahmen ihrer Klausurtagung (15.09.2021) einen 10-Punkte-Plan für die Weiterentwicklung des KI-Standorts Baden-Württemberg beschlossen.

Schon jetzt gehört Baden-Württemberg bundesweit zu den Topplätzen für die Forschung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz. „Wir möchten unsere Spitzenposition bei KI ausbauen und haben dazu in unserer Fraktionsklausur wichtige Eckpunkte beschlossen“, berichten die CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz und Matthias Miller, „KI ist ein wesentlicher Faktor und Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg im digitalen Zeitalter und wird das Wirtschaftswachstum entscheidend beeinflussen.“

Mit dem 10-Punkte-Plan macht die Fraktion konkrete Vorschläge, wie sie die Spitzenposition des Landes im Bereich KI stärken und weiter ausbauen möchte: Die Potenziale der Schlüsseltechnologie sollen in der Fläche genutzt und ausgebaut werden. Mit dem Plan sollen gleichzeitig auch die Skeptiker von der künstlichen Intelligenz überzeugt werden.

Mit mehr Vernetzung zum KI-Ökosystem

Die Vernetzung von KI-Systemen, aber auch KI-Akteuren genießt dabei eine hohe Priorität. Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung flächendeckend zusammenzubringen ist das Ziel.

Experten aus der Wissenschaft sollen die Brücke zu den Unternehmen schlagen und sie bei der Entwicklung und Anwendung von den KI-Lösungen stärker unterstützen und zusätzliche Schnittstellen zu der Schlüsseltechnologie der Quantenforschung schaffen.

KI im Ländlichen Raum stärken – kleine und mittlere Unternehmen fördern

Eine zuverlässige und leistungsfähige digitale Infrastruktur ist eine elementare Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von KI. Dazu möchte die Fraktion den konsequenten Breitbandausbau vorantreiben, insbesondere auch, um die Anwendung und Kommerzialisierung von KI im Ländlichen Raum zu stärken. Die Verfügbarkeit von Rechenleistungen soll gestärkt werden.

Kleine und mittlere Unternehmen sollen die Anwendung von KI in speziell eingerichteten Experimentierräumen erproben können. Spezielle KI-Lotsen sollen flächendeckend insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen bei der Erforschung eigener KI-Potenziale beraten.

 

Die besten Köpfe für Baden-Württemberg

Spitzen-KI braucht Spitzenköpfe – um dies zu erreichen, möchte die Fraktion verstärkt und frühzeitig in die Vermittlung von KI-Kompetenzen investieren. Dies soll bereits im Schulalter beginnen und in KI-Schwerpunkten und KI-Professuren an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen münden. Das Cyber Valley in Tübingen soll zum Magneten für KI-Talente und –Experten aus der ganzen Welt weiterentwickelt werden.

Cyber- und Datensicherheit stärken

Die CDU-Landtagsfraktion blickt mit Sorge auf die Gefahr und die Zunahme von Cyberattacken auf baden-württembergischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Wie aus einer Anfrage des Abgeordneten Miller hervorgeht, entstand allein im Jahr 2020 im Landkreis Böblingen ein Vermögensschaden von über einer halben Millionen Euro. Deshalb sollen die Beratungsangebote der Cybersicherheitsagentur Unternehmen stärken und Lösungswege für mehr Sicherheit im Cyberraum aufmerksam machen.

KI made in Baden-Württemberg als Markenkern

„Mit unserem Maßnahmenkatalog haben wir uns klar zu dieser wichtigen Schlüsseltechnologie bekannt und ihr eine hohe Priorität in unserer wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Arbeit eingeräumt. Unser Ziel ist, KI made in Baden-Württemberg nicht nur im Markenkern unseres Landes zu verankern, sondern als feste Größe im internationalen Wettbewerb zu etablieren“, so Kurtz und Miller.